Wissenschaftliches Messverfahren -
HRV-Analyse

Herzrhytmusvariabilität, Herzfrequenzvariabilität, Herzratenvariabilität

 

„Wenn ich etwas nicht kenne, bedeutet es noch lange nicht, dass es das nicht gibt und dass es nicht sinnvoll sein kann“.

Diese Lebensweisheit war für mich sehr hilfreich, weil es mich zum einen von meinem „hohen Ross“ heruntergeholt hat, und weil ich zum anderen Einblicke in das Leben bekommen habe, die mir sonst verwehrt gewesen wären. Diese Weisheit hat auch beim Thema HRV Messung seine Gültigkeit.

 

Wenn unsere Außendienstmitarbeiter in den Gesprächen die HRV Messung ansprechen, ernten sie oft fragende Blicke. Auch wenn die HRV Messung in Deutschland noch nicht überall bekannt ist, so nimmt ihre Bedeutung immer mehr zu. Der praktische Nutzen für die Medizin ist aber auch in Deutschland bereits absehbar. Die Forscher hoffen, mit dem Kennwert Herzratenvariabilität einen allgemeingültigen Gesundheitswert zu schaffen. Mit ihm könnte man einfach und preiswert Risiken für spätere Herzerkrankungen ermitteln.

In den USA hat die HRV Messung mittlerweile Goldstandard erreicht. Bei der Anwendung des Active Air® Gerätes wurde die HRV vorher und nachher gemessen. Bei jedem Probanden gab es signifikante Verbesserungen der HRV. Auf diese Messergebnisse sind wir richtig stolz. Wir hoffen auch, dass zukünftig noch viele HRV Messungen bei der Active Air® Anwendung durchgeführt werden, damit der Stellenwert dieser Therapie immer mehr an Bedeutung gewinnt.

Was ist die Herzfrequenz-Variabilität oder Herzrhytmus Variabilität?

Unter Herzfrequenz-Variabilität (Herzratenvariabilität, HRV) versteht man Schwankungen der Herzfrequenz von Schlag zu Schlag, über einen kürzeren (Minuten) oder längeren Zeitraum (bis zu 24 Stunden). Die HRV ist eine Messgröße der neurovegetativen Aktivität des Herzens.

 

Einfacher ausgedrückt versteht man unter der HRV die natürliche Arrhythmie der Herzfrequenz. Das gesunde Herz schlägt nie ganz gleichmäßig. So kann man zwar im Mittel den Abstand von einem Herzschlag zum nächsten angeben, z.B. den Abstand von einer Sekunde bei einer Herzfrequenz von 60 Schlägen pro Minute, der Abstand zwischen den einzelnen Herzschlägen schwankt jedoch immer leicht. Mal ist er etwas länger als eine Sekunde, mal etwas kürzer. Die durchschnittliche Abweichung vom Mittelwert ist eine Möglichkeit, die Herzfrequenz-Variabilität zu beschreiben.

 

Wozu dient die Herzrhythmus-Variabilität oder Herzfrequenzvariabilität?

Die HRV-Analyse (Messung Herzrhythmusvariabilität) ist ein einfaches und nicht- invasives Verfahren, um z.B. Informationen über den Gesundheitszustand bestimmter Patienten zu erhalten, sowie über Stress- oder Entspannungszustände oder den Status eines Sportlers. Im klinischen Bereich wird die HRV z.B. standardmäßig über das Langzeit-EKG erhoben und bewertet. Gerade nach einem Herzinfarkt kann dieser Parameter Aufschluss über das Risiko des plötzlichen Herztods geben. Nach einer Herztransplantation kann anhand der HRV beobachtet werden, ob das neue Herz gut angenommen wird. In der Psychologie / Psychosomatik wird die HRV unter anderem dazu eingesetzt, Stresszustände zu erkennen und Entspannung anhand der HRV als Biofeedback zu erlernen (die HRV wird als optisches Signal deutlich gemacht, der Patient lernt, dieses Signal durch Entspannung zum Positiven zu verändern).

Im Sport zeichnet sich der gut ausdauertrainierte Sportler durch eine ausgeprägte HRV aus.

Grundlagen der Herzrhythmus-Variabilität

Das vegetative Nervensystem reguliert den Einfluss verschiedener physiologischer Einflussgrößen, die auf Herz und Kreislauf wirken, und passt deren Funktion je nach Bedarf (Aktivität – Ruhe) an. Es besteht aus zwei Anteilen: dem Parasympathikus und dem Sympathikus. Die meisten Organe werden sowohl vom Sympathikus als auch vom Parasympathikus gesteuert. Dabei übernimmt der Sympathikus den aktivierenden Teil, der Parasympathikus tritt entgegengesetzt dann in den Vordergrund, wenn der Körper in Ruhe ist. Je stärker der momentane Anteil des Parasympathikus ist, desto ausgeprägter ist die Herzfrequenz-Variabilität. Wird der Körper in einen Stresszustand gebracht, d.h. er soll aktiv werden, tritt der Parasympathikus zugunsten des Sympathikus zurück, die Herzschläge werden regelmäßiger. Je besser diese beiden Anteile, Sympathikus und Parasympathikus, zusammen arbeiten, um so besser kann sich das Herz und der gesamte menschliche Organismus auf wechselnde Situationen einstellen und angemessen reagieren (Homöostase). Die HRV beschreibt also die Fähigkeit des Herzens, den zeitlichen Abstand von einem Herzschlag zum nächsten laufend anzupassen und sich so flexibel den ständig wechselnden Herausforderungen zu stellen. Eine ausgeprägte Herzfrequenz-Variabilität ist gegenüber einer Herzfrequenzstarre erstrebenswert.

Einflüsse auf die Herzfrequenz-Variabilität

- Vegetatives Nervensystem (Parasympathikus und Sympathikus)
- Atmung - Lagewechsel (Liegen, Sitzen, Stehen)
- Tageszeit (zirkadianer Rhythmus)
- Lebensalter (hohe Werte bei Kindern, Abnahme mit zunehmendem Alter)
- Interindividuelle Unterschiede (genetischer Einfluß)
- Psychophysischer Streß, mentale Anspannung
- chronische Erkrankungen (meist Abnahme der HRV)
- Körperliche Belastung

weitere Informationen zur HRV-Analyse >

PDF Flyer - HRV-Analyse "7 Minuten die mir Klarheit bringen" >

PDF Sonderdruck HRV "Gradmesser der Gesundheit" Prof. Dr. Börnert >

Übersicht HRV-Analyse an deutschen Universitäten >